Panoramablick über die Stadt Freiburg
© C. Schuessler - stock.adobe.com

Netzdienliche Gebäude
Plusenergiebilanz des neuen Freiburger Rathauses im Fokus

Die Stadt Freiburg im Breisgau lobte im Jahr 2013 einen Wettbewerb für den Neubau eines Verwaltungszentrums inklusive Rathaus aus, um ihre über das Stadtgebiet verteilten Behörden zusammenzufassen. Ziel war nicht nur ein architektonisch herausragender Entwurf, sondern auch ein Höchstmaß an Energieeffizienz. Ende letzten Jahres wurde der sechsgeschossige Bau nach dem Siegerentwurf von ingenhoven architects eröffnet. Das nach der Inbetriebnahme gestartete Monitoring soll nun zeigen, ob der Betrieb des neuen Plusenergiegebäudes hält, was die Planung versprochen hat.

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Das Luftbild zeigt das Quartier „Rüsdorfer Kamp“ in Heide aus der Vogelperspektive. Das Quartier befindet sich im Bereich rechts neben den Gleisen.
© Jacobs / Stadt Heide

Regenerative Energieversorgung im Quartier
Lokal erzeugten Windstrom im Quartier nutzen

Für das Stadtquartier „Rüsdorfer Kamp“ in Heide soll eine nachhaltige Energieversorgung entwickelt werden. Mit dem Forschungsprojekt QUARREE100 soll das Quartier möglichst vollständig mit erneuerbaren Energien vor Ort oder aus der Region versorgt werden. Die Forscher müssen dazu zentrale Fragen beantworten: Wie kann der in der Region erzeugte Windstrom wirtschaftlich und systemdienlich für das regionale Energiesystem genutzt werden? Welche flexiblen Speicherlösungen für Strom und Wärme stehen zur Verfügung und wie kann die Integration in die Quartiersversorgung erfolgen? Es sind Lösungen gefragt, die auf andere Städte übertragbar sind.

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Auf einer Teilfläche des ehemaligen Fliegerhorsts in Oldenburg entsteht ein neues Wohnquartier. Es soll ein sogenanntes Reallabor für Smart-City-Technologien sein.
© Stadt Oldenburg

Klimaneutrales Quartier
Vom Fliegerhorst zum Wohnquartier mit innovativem Versorgungskonzept

Auf der Fläche des ehemaligen Fliegerhorsts in Oldenburg entsteht ein neues Wohnquartier. Neben Neubauten sollen einige der vorhandenen alten Kasernengebäude erhalten bleiben und zu Wohngebäuden umgebaut werden. Geplant ist ein neues Infrastrukturkonzept, das die Sektoren Strom, Wärme/Kälte und Elektromobilität koppelt und in ein sektorenübergreifendes Versorgungsnetz integriert. Ergänzend entwickeln die Projektpartner eine digitale Service-Plattform für ein intelligentes Last- und Beschaffungsmanagement auf Ebene des Quartiers. Unter dem Motto „Der Mensch im Zentrum“ werden Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden.

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Preisverleihung des Ideenwettbewerbs EnEff.Gebäude.2050 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin
© BINE Informationsdienst

Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050
Konzepte für einen internationalen Energiewettbewerb

Gestern wurden die Preisträger des Ideenwettbewerbs EnEff.Gebäude.2050 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin ausgezeichnet. Im zweiten Teil waren Konzepte für einen künftigen internationalen Energiewettbewerb für Gebäude und Quartiere gesucht, die einen interessanten Austragungsort präsentieren und die vorgeschlagene Wettbewerbsstätte nachhaltig als Experimentierraum oder „Living-Lab“ in das städtische Umfeld integrieren. Dort sollen sich lokale Hochschulen, Behörden, Immobilieneigner, Unternehmen und Bürger einbringen und neue Ideen für energieeffiziente Gebäude und Stadtquartiere in die Breite tragen.

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Festgelegte Quartiersgrenzen für das Projekt ZED innerhalb des Stadtteils Marienthal.
© Stadt Zwickau - Projekt ZED

Null-Emissionsquartier
Neues Wohnmodell soll Energiewende sozialverträglich umsetzen

Bis zum Jahr 2022 entsteht in Zwickau im Quartier Marienthal ein neues Wohnmodell. Dieses soll nahezu emissionsfrei, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig sein. Eine intelligente Vernetzung von Strom, Wärme und Mobilität ist Kern des Energiekonzeptes, das im Rahmen des Verbundvorhabens „Zwickauer Energiewende Demonstrieren - ZED“ entwickelt und realisiert wird.

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Blick vom Rathaus über die Stadt auf das ehemalige Industrieareal der Nähmaschinenfabrik Pfaff. Gut sichtbar ist das alte Verwaltungsgebäude, das im Laufe des Projektes energetisch saniert wird.
© Stadt Kaiserslautern

Energiewende im Quartier
Werksgelände wird zum klimaneutralen Stadtquartier

Bis zum Jahr 2022 entsteht auf dem ehemaligen Werksgelände der Nähmaschinenfabrik Pfaff in Kaiserslautern ein neuer Stadtteil, der einen möglichst hohen Anteil des Energiebedarfs vor Ort durch erneuerbare Energien deckt. Es werden nachhaltige Infrastrukturen für Strom, Wärme, Kälte, E- Mobilität und digitale Dienstleistungen geschaffen. Lokal erzeugte erneuerbare Energie versorgt historische Gebäude und Neubauten.

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Kunststoffmantelrohre
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Förderung
Zuschüsse für Machbarkeitsstudien und Realisierung von Wärmenetzen 4.0

Ab dem 1. Juli fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Modellvorhaben zu Wärmenetzen der 4. Generation. Sie stehen für die Nah- und Fernwärme der Zukunft: Mit innovativen Konzepten einer weitgehend erneuerbaren Wärme und Kälteversorgung in Stadtteilen und Quartieren.

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Der Wärmebedarf von Bestandsgebäuden lässt sich mit umfassenden Sanierungsmaßnahmen um mehr als zwei Drittel senken. Im Drei-Prozent-Projekt entwickeln Forscher energieeffiziente Sanierungsfahrpläne für Stadtquartiere.
BINE Informationsdienst

Planungsinstrumente
Sanierungsfahrpläne für Stadtquartiere

Bisher liegt die Sanierungsrate im Gebäudebestand bei rund einem Prozent. Wie lässt sie sich deutlich steigern, etwa auf drei Prozent? Gemeinsam mit Kommunen untersuchen Forscher die Hemmnisse und entwickeln Sanierungspläne für unterschiedlich strukturierte Modellquartiere. Als Planungsinstrumente sollen sie Kommunen helfen, bisher nicht genutzte Sanierungspotenziale zu erschließen.

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Einblick in das Statusseminar
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Energiewende im Quartier
Zukunftstechnologien und Konzepte für die Wärmewende

Das Statusseminar "Energieforschung für die Wärmewende" präsentierte am 19. und 20. April in Frankfurt am Main aktuelle Themen und Projektergebnisse der Förderinitiative EnEff:Wärme. Das Programm umfasst Erfahrungsberichte forschender Energieversorger, technologische Entwicklungen bis hin zur Anwendungsreife, die Vorstellung von Zukunftstechnologien sowie die Einordnung dieser vielfältigen Aktivitäten in Effizienzstrategien für Gebäude und Quartiere.

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Das Stadtquartier Neckarpark im Panorama.
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Abwärme versorgt Stadtquartier
Wärme aus dem Abwasserkanal

Abwasser stinkt und ist dreckig – aber es eignet sich zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden. Die Energie des städtischen Abwassers wird im neuen Stuttgarter Stadtquartier Neckarpark mittels Rinnenwärmetauscher im Abwasserkanal über ein Niedrigtemperatur-Nahwärmenetz genutzt. Dies ist die Säule des Energiekonzepts für das neue Quartier, das mit energetisch hocheffizienter Bebauung auf der Brachfläche des ehemaligen Güterbahnhofs Bad Cannstatt entsteht.

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Inbetriebnahme der Fernwärme-Teststrecke im Frankfurter Europaviertel: Der Graben wird wieder verfüllt, nachdem die beiden Bypassleitungen verlegt wurden.
Foto: AGFW

Fernwärme
Fernwärmeleitungen schnell und günstig einbetten

Der Energieeffizienzverband AGFW und der Energieversorger Mainova nahmen Mitte Oktober in Frankfurt am Main eine Teststrecke in Betrieb, mit der die Verlegung von Fernwärmeleitungen in Flüssigboden erprobt werden soll. Das Verfahren verspricht kürzere Bauzeiten, geringere Kosten und weniger Belastungen für Anwohner und Autofahrer.

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Funktionsmuster einer kombinierten Hausanschluss- und Netzeinspeisestation (HANEST). © TU Dresden, GEWV
© TU Dresden, GEWV

Wärmeversorgung
Solarthermie in Fernwärmenetze einspeisen

Die multifunktionale Nutzung von Fernwärmenetzen könnte schon mittelfristig ein wichtiger Schritt hin zu einer emissionsarmen Wärmeversorgung sein. In einem Forschungsprojekt untersuchten AGFW, Solites und TU Dresden die technischen Auswirkungen einer dezentralen Einspeisung solarer Wärme. Verschiedene Einbindungsvarianten werden zurzeit im Fernwärmenetz der Stadtwerke Düsseldorf erprobt.

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