30.04.2021 | Aktualisiert am: 12.07.2021

Bis 2050 peilt die Bundesregierung einen klimaneutralen Gebäudebestand an. Die dazu notwendigen Technologien stehen bereit. Wie sie eingesetzt werden müssen, diskutierten Expertinnen und Experten im Rahmen der Berliner Energietage auf der Veranstaltung „Hochgradig erneuerbar versorgte Gebäude und Quartiere“.

„Gebäude und Quartiere sind in der Energieforschung ein besonderer Bereich, weil sich hier systemische Lösungen besonders gut darstellen lassen“, erklärte Dr. Rodoula Tryfonidou, Referatsleiterin im Bundeswirtschaftsministerium, während der Veranstaltung. Deshalb fänden sich hier auch viele der Reallabore der Energiewende. „Statt auf einzelne Maßnahmen werden wir künftig mehr auf interdisziplinäres Arbeiten setzen“, so Tryfonidou.

Auf Gebäude entfalle immer noch der größte Teil der Treibhausgasemissionen, erklärte Dr. Harald Drück von der Universität Stuttgart. Entsprechend ambitioniert seien die Ziele der Bundesregierung, den Sektor bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Dafür gebe es laut Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Sprecher der Fraunhofer-Allianz Energie, zwei effektive Stellschrauben: die energetische Sanierung der Gebäudehülle und der Einsatz klimaschonender Wärmetechnik. Solarenergie, Wärmepumpen, Speicher und moderne Wärmenetze könnten hier zu Schlüsseltechnologien werden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltungen betonten zudem, wie wichtig ein Austausch auf Forschungsebene sei. Gerade wenn es um moderne Technologien gehe: Kalte Wärmenetze mit Eisspeichern, digital gestützte Simulationen oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, etwa neuronalen Netzen, würden künftig eine wichtige Rolle spielen.

Einen ausführlichen Bericht der Veranstaltung finden Sie unter diesem Link auf der Seite forschungsnetzwerke-energie.de.

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