20.07.2021 | Aktualisiert am: 20.07.2021

Städte klimaneutral transformieren. Den Klimaschutz in Europa gemeinschaftlich verbessern. Die Renovierungsrate von Gebäuden steigern. Das sind die Ziele eines EU-weiten Quartierswettbewerbs, der ins Leben gerufen werden soll.

An dem Wettbewerb als innovativer Förderansatz arbeitet der Projektträger Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit seinen Partnern im SET-Plan und der Driving Urban Transition Partnerschaft (DUTP).

Ein Großteil des Energieverbrauchs entfällt auf Gebäude. Um ihn zu senken, sind weitreichende Transformationen ganzer Städte nötig, die nur dann wirksam sein können, wenn sie die Menschen vor Ort mitnehmen und ihren Innovationsgeist anreizen. Der Wettbewerb soll sich an Städte und Kommunen in der Europäischen Union richten, die ein Quartier nachhaltig transformieren wollen. Die teilnehmenden Quartiere fungieren als Reallabore (Living Labs), in denen interdisziplinäre Teams aus Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern sowie den Bewohnenden neue Ideen entwickeln und ausprobieren.

"Our European cities are living documents of transformation. Here we find medieval heritage next to buildings from the Renaissance and architectural highlights from the modern movement. The pending transformation towards climate neutral European cities and neighbourhoods shall even boost the beauty and quality of European cities as much as possible", schreibt Markus Kratz, Leiter des PtJ-Geschäftsbereichs Energy System: End-Use hierzu in einer Bewerbung an die Europäische Kommission.

Der Wettbewerb soll immer fortlaufend an einem Hauptaustragungsort sowie den europaweit teilnehmenden Quartieren stattfinden. Jurys bewerten und monitoren die umgewandelten Quartiere nach Ästhetik, Bezahlbarkeit, Inklusion, Innovation, sozialer Verträglichkeit und Kreativität sowie den zu erreichenden Klimaschutzzielen, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Alle Phasen der Transformation unter der Lupe

Der Wettbewerb setzt an verschiedenen Zeitpunkten innerhalb der Transformationsprozesse der Quartiere an. Innerhalb der frühen Planungsphase finden Architekturwettbewerbe statt. Auch im Prozess befindliche Quartierstransformationen werden ausgestellt und begleitet. Realisierte Transformationen werden anhand von definierten Bewertungskriterien miteinander verglichen. Von der Konzeptionierung über den Bau bis hin zur Evaluierung in der ersten Nutzungsphase: Während des Wettbewerbs werden also die verschiedenen Phasen der Transformation diskutiert, präsentiert und prämiert.

Kern des Wettbewerbs sind sich regelmäßig wiederholende Veranstaltungen mit Eventcharakter, auf denen die Transformationsprozesse einer breiten Öffentlichkeit kommuniziert werden. Die Preisverleihungen machen die außerordentlichen Transformationskonzepte und -realisierungen weit sichtbar.

Veränderungen wagen – klimaneutrale Städte erschaffen

Das Wettbewerbsformat schafft Aufmerksamkeit und steigert durch die Spannung des Spiels die Motivation der Teilnehmenden. Ihre herausragenden Ideen für die Transformation ihres Quartiers übernehmen eine Vorreiterrolle im Sinne des New European Bauhaus. Ein attraktives Quartier, nachhaltig renoviert und in einem gemeinsamen Projekt von Wissenschaft und Technologie mit Kunst und Kultur gestaltet: Die teilnehmenden Projekte haben weite Strahlkraft, machen neugierig und stimulieren andere, Veränderungen zu wagen und Innovationen zu adaptieren.

Das Neue Europäische Bauhaus als interdisziplinäre, kreative Bewegung ruft dazu auf, gemeinsam Vorstellungen von einer nachhaltigen, inklusiven und ansprechenden Zukunft zu entwickeln und umzusetzen. Es braucht Menschen, die vorangehen und Projekte, die die Transformation sichtbar machen, um die Renovierungswelle voranzutreiben. Der Quartierswettbewerb realisiert diese Visionen des zukünftigen Zusammenlebens: Er demonstriert die Machbarkeit klimaneutraler Städte und lädt ein, diese vor Ort zu erleben. Er prämiert die besten Leistungen und trägt starke Impulse nach ganz Europa. Der Green Deal wird damit greifbar und fühlbar.

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