05.05.2021 | Aktualisiert am: 12.07.2021

In seiner heutigen Sitzung hat das Bundeskabinett den Bundesbericht Energieforschung 2021 beschlossen. Dieser gibt einen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung. Im Schwerpunkt Gebäude und Quartiere haben das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesforschungsministerium im letzten Jahr 948 laufende Vorhaben mit rund 103,16 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt hat der Bund 1,22 Milliarden Euro in 2020 investiert, um innovative Technologien, Anwendungen und Systeme für die Energiewende zu erforschen und zu entwickeln. Dies ist ein Anstieg um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die Energieforschung ist der zentrale strategische Schlüssel auf dem Weg hin zur Klimaneutralität. Innovationen für die Energiewende ebnen den Weg zur Klimaneutralität und stärken zugleich unsere Wirtschaft. Zukunftsfähige Energietechnologien aus Deutschland sind weltweit gefragt. Das zeigt: Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz, sondern zwei Seiten einer Medaille. Mit Blick auf das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050 gilt es, keine Zeit zu verlieren und Innovationen noch schneller in die Praxis zu bringen. Darum ist die Energieforschung eine tragende Säule der Nationalen Wasserstoffstrategie und flankiert den angestoßenen Markthochlauf hin zu einer Wasserstoffwirtschaft. Mit Reallaboren der Energiewende haben wir zudem ein neues Förderformat geschaffen, um mit Innovationsprojekten im Industriemaßstab den Transfer in die Praxis überzuleiten. Sieben Reallabore der Energiewende wurden bereits an den Start gebracht.“

Erste Reallabore starten im Forschungsbereich „Gebäude und Quartiere“

Im Schwerpunkt Gebäude und Quartiere haben das Bundeswirtschafts- und das Bundesforschungsministerium im vergangenen Jahr 220 Forschungsprojekte mit einem Fördermittelansatz von rund 127,06 Millionen Euro neu bewilligt. Im Januar 2020 haben die Forschungsarbeiten von „SmartQuart“ begonnen, dem ersten Reallabor der Energiewende. An drei unterschiedlich strukturierten Standorten wird eine dezentrale, nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung in und zwischen Quartieren umgesetzt. Dazu werden die zentralen, lokalen Akteure vom Bewohner bis hin zum Energieversorger und lokalen Technologieanbieter mit einbezogen.

Mit TransUrban.NRW ging im Mai 2020 das zweite Reallabor der Energiewende an den Start. Ziel des Projekts ist es, die klassische, teilweise auf Kohle basierende Fernwärmeversorgung durch eine klimafreundlichere Infrastruktur zu ersetzen. Die Ergebnisse können auf jeweils ähnlich strukturierte Standorte in Deutschland übertragen werden.

Informationen zum Bundesbericht Energieforschung

Der Bundesbericht Energieforschung 2021 gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich Energieforschung und beziffert Fördermittel der Bundesländer sowie der EU-Forschungspolitik im Energiebereich. Er stellt in Texten und Grafiken die Fortschritte und aktuellen Entwicklungen im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms dar und wirft einen Blick auf thematisch verwandte Aktivitäten der Bundesregierung.

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