20.05.2021 | Aktualisiert am: 14.07.2021

Kürzlich fand das 9. Projektleitungstreffen der Forschungsinitiative Energiewendebauen statt. Hier tauschten sich Projektleiterinnen und Projektleiter von geförderten Forschungsvorhaben im Bereich Gebäude und Quartiere aus. Die neue wissenschaftliche Begleitforschung nutzte das Format zur weiteren Vernetzung.

Veranstalter des Projektleitungstreffens unter dem Titel „Perspektiven und Werkstätten der Energiewende“ war die wissenschaftliche Begleitforschung, die im Oktober letzten Jahres mit einem neuen Team gestartet ist. Die vier Konsortien erörterten die vor ihnen liegenden Perspektiven, Chancen und Herausforderungen der Forschung zur Umsetzung der Energiewende. Außerdem nutzten sie die Gelegenheit, um sich mit den Projektleitenden auszutauschen.

Knapp 250 Teilnehmende der verschiedenen Forschungsprojekte sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Projektträgers Jülich (PtJ) beteiligten sich an dem digitalen Treffen.

In ihrer Begrüßung wies Berit Müller vom Begleitforschungsteam auf die Dringlichkeit der Werkstätten und des miteinander Arbeitens hin, um perspektivisch noch viel mehr als bisher von der Forschung in die Umsetzung der Energiewende zu kommen. Vor dem Hintergrund des massiven Anstiegs von CO2 in der Atmosphäre verwies Frau Müller auf die Bedeutung der Forschungsinitiative und des Forschungsnetzwerks Energiewendebauen innerhalb der Energiewende Deutschlands, da insbesondere die Klimabilanz 2020 für den Gebäudesektor nicht gut ausgefallen ist. Daher komme der Umsetzung der Energiewende im Gebäude- und Quartierssektor eine wichtige Bedeutung zu. (Hier gelangen Sie zum ausführlichen Interview mit der Koordinatorin Berit Müller)

Der zuständige Referent im Bundeswirtschaftsministerium Dr. Tobias Heffels stellte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung des Transfers zwischen Wissenschaft und Praxis in der Forschungsinitiative Energiewendebauen heraus. Er sieht hier eine zentrale Rolle der Begleitforschung in der Zusammenführung, Auswertung und Bündelung der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Energiewendebauen-Forschungsprojekte sowie in der Bildung von Synergien und in der Förderung des Austausches. Die Projektleitungstreffen sind dabei ein bewährtes und wichtiges Format des Austausches und der Kommunikation zwischen den Forschungsprojekten und der Begleitforschung Energiewendebauen.

Als erste Keynote Vortragende startete Frau Dr. Kathrin Goldammer, Physikerin und Geschäftsführerin der Reiner Lemoine Instituts. Ihr Vortrag widmete sich dem Thema: „Von der Energiewende zur Systemwende“. Anschließend hielt Herr Professor Kay Künzel, Architekt und Gründer von „raum für architektur“ sowie zweiter Vorsitzender des Verbands Green X einen Kurzvortrag zum Themenfeld „Praxis schafft Wissen. Wissen schafft Innovation.“

Nachdem das Team der wissenschaftlichen Begleitforschung seine Aufgaben und Angebote an die Forschungsprojekte vorgestellt hatte, teilten sich die Teilnehmenden in Werkstätten mit folgenden Themenschwerpunkten auf:

  • Monitoring in der Forschungspraxis – Anforderungen, Erfahrungen und mögliche Hilfestellungen im Bereich EWB
  • Einspareffekte im Bereich Energiewendebauen – Potenziale bei Energie und klimaschädlichen Emissionen
  • Fragebogen und Metaanalyse sowie Projekt-Cluster und modellbasierte Bewertung
  • Datennutzen, Datenschutz und Datensuffizienz - Welche Daten braucht man und wie kann man sie schützen?
  • Transdisziplinäre Zusammenarbeit für die EWB sowie Vernetzung und Wissenstransfer – Die digitale Tür zur nachhaltigen Nutzung von Energiewendewissen

Eine ausführliche Publikation zu den Ergebnissen des 9. Projektleitungstreffens wird im Juni 2021 hier veröffentlicht.

Nächstes Treffen in Vorbereitung

Das nächste Projektleitungstreffen wird im November 2021 stattfinden. Über Thema und Ablauf informieren wir aktuell auf energiewendebauen.de. (bs/BF EWB)

Kontakt

Begleitforschung Energiewendebauen

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) Landesverband Berlin Brandenburg e.V.D

030 293812-67

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.
Newsletter

Nichts mehr verpassen:

© bluejayphoto
Unsere Website verwendet Cookies und die Analytics Software Matomo. Mehr Information OK