09.09.2021 | Aktualisiert am: 11.11.2021

Der europäische Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen und Wohnen in der Stadt SDE21/22 wird konkret: Ab sofort stellen die teilnehmenden Teams, Modelle ihrer Gebäudeentwürfe an 14 Standorten in Wuppertal aus. 

Zum öffentlichen Hauptevent vom 10. bis 26. Juni 2022 werden die ausgewählten, internationalen Studierenden-Teams ihre Lösungen für nachhaltige Städte vorstellen. Die Schwerpunkte liegen auf der Sanierung oder dem Weiterbau des Gebäudebestandes. Die umweltfreundlichen Häuser werden dann an der Nordbahntrasse gegenüber des Mirker Bahnhofs auf dem so genannten "Solar Campus" stehen. Dieser wird für Besucherinnen und Besucher geöffnet sein. Führungen durch die Häuser, öffentliche Preisverleihungen mit Rahmenprogramm, Fachtagungen, Vorträge sowie kulturelle Highlights stehen auf dem Programm. Zahlreiche Firmen, Organisationen und Vereine aus Praxis und Forschung sind an dem Event beteiligt.

Einen Vorgeschmack auf die zu besichtigenden Gebäude bietet in den kommenden Tagen bis Wochen die Ausstellung der  architektonischen Modelle an 14 Orten in Wuppertal. Grundlage hierfür sind real existierende Gebäude weltweit. „Wir freuen uns, dass wir unsere Modelle an so tollen Orten ausstellen dürfen. Jedes Haus beim SDE 21/22 ist anders – von innen und von außen. Ein Team verwendet für ihren Dämmstoff Getreideabfälle aus der Bierproduktion, andere setzen auf viel Holz und bepflanzte Dächer. Ein Haus wird sogar im Zellulose basierten 3D-Druck Verfahren hergestellt“, erklärt Projektdirektor Dr. Daniel Lorberg.

International besetzte Jury bewertete Entwürfe der Bewerber

Zum ersten Mal kommt der studentische Architekturwettbewerb nach Deutschland und zum ersten Mal thematisiert er die Energiewende im Quartier: Solar Decathlon goes Urban. Die Konzepte der Bewerberteams sollen den urbanen Gebäudebestand der Stadt Wuppertal weiterentwickeln.  Für den Utopiastadt Campus, ein Gelände neben dem Mirker Stadtquartier, sucht der Solar Decathlon Europe 21/22 (SDE21/22) lebensnahe Lösungen auf dem Weg zur ressourceneffizienten, klimaneutralen Stadt.

Eine international besetzte Jury bewertete die Gebäudeentwürfe der Bewerber in zehn verschiedenen Disziplinen: Architektur, Gebäudetechnik und Konstruktion, Energieperformance, Kommunikation und Bildung, Innovation, Realisierbarkeit und Angemessenheit, Nachhaltigkeit, Komfort, Funktionalität und Urbane Mobilität. Aus den bis Oktober 2019 eingereichten Gebäudeentwürfen wählte die Jury 18 Teams aus den Bewerbern, die sich beim SDE21/22 diesem Zehnkampf stellen. Der Utopiastadt Campus neben dem Mirker Stadtquartier wird dann zu einer Gebäude-Ausstellung. Pandemiebedingt mussten geplante Wettbewerbstermine verschoben werden.

 

 

Bis zu 150.000 Euro Startkapital pro Team

Die neue Herausforderung an die Hochschulteams ist, die entworfenen Gebäude in das bestehende Mirker Stadtquartier zu integrieren. Jedes der 18 Teams erhält ein Startgeld von 100.000 Euro und hat dann fast zwei Jahre Zeit, sein Gebäude zu entwerfen, zu planen und umzusetzen. Entscheiden sich die Teams, ihr Gebäude auch nach dem Wettbewerb auf dem Utopiastadt Campus zu belassen, gibt es zusätzlich 50.000 Euro.

Das Finale des Wettbewerbs findet vom 10. bis 26. Juni 2022 statt. Dann vergibt das Auswahlkomitee neben dem Gesamtsieg auch einzelne Auszeichnungen und Sonderpreise, wie etwa den Publikumspreis.

Im Forschungsvorhaben European Energy Endeavour fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die inhaltliche Weiterentwicklung des europäischen Solar Decathlon. Mit der Building Energy Competition & Living Lab Knowledge Plattform hat die Bergische Universität Wuppertal eine Dokumentation für den Wettbewerb aufgebaut. Die Plattform bündelt Informationen der vergangenen und kommenden Wettbewerbe, strukturiert diese einheitlich und ermöglicht damit eine zusammenfassende Auswertung und einen Vergleich.

Kontakt

Koordination

Bergische Universität Wuppertal
https://www.uni-wuppertal.de/

+49 202 439-0

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.
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