Consulting und Energieberatung

Wer Fragen zur Energieversorgung, zum Strom- und Heizkostensparen oder Wärmedämmung hat, kann sich an entsprechend geschulte Beratungspersonen wenden. Diese informieren rund um das Thema Energieeffizienz. Sie haben somit eine wichtige Mittlerfunktion zwischen technologischen Innovationen und Nutzerinnen und Nutzern. Denn nur, wenn die Bedürfnisse der Anwendenden berücksichtigt werden, können Effizienztechnologien optimal und wirtschaftlich eingesetzt werden. Dadurch rücken in der aktuellen Energieforschung Themen wie die Warmmietenneutralität, erschwingliche Baupreise, Behaglichkeit oder auch Nutzerdatenschutz in den Fokus. Fragen der Akzeptanz werden in allen Forschungsaktivitäten mitgedacht. Bei der Entwicklung von Technologien und Konzepten muss berücksichtigt werden, dass ihre Umsetzung nicht nur aus technischer Perspektive, sondern auch aus Nutzendensicht wünschenswert ist.

Energieforschung für die Praxis

© Stadt Zwickau – Projekt ZED, Foto Helge Gerischer

Mehr Akzeptanz für klimaneutrales Quartier in Zwickau

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen in Zwickau ein Wohnquartier klimaneutral mit Erneuerbaren versorgen. Das soll neue Erkenntnisse bringen, etwa zur idealen Wärmeversorgung für Bestandsquartiere. Doch zunächst wollten die Forschenden herausfinden, wie sie die Anwohner am besten einbinden können.

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@Benjamin Bischof

"Akteure vor Ort von Anfang an einbinden"

Projektleiter Dr. Philipp Werdelmann erklärt die wichtigsten Ziele des Reallabors der Energiewende "SmartQuart". In Essen, Bedburg und Kaisersesch wird in den nächsten Jahren die Energiewende vor Ort erprobt. Ziel ist es, innovative Technologien in die Anwendung zu bringen.

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© ENaQ

Erfolgreiche Bürgerbeteiligung dank eines Lernspiels

Bürger für ein kompliziertes Forschungsprojekt zu begeistern ist eine schwierige Aufgabe. Beim Projekt ENaQ schafft dies ein Spiel – und erreicht vor allem junge Anwohnerinnen und Anwohner. „Wir haben dann über Medien nachgedacht, mit denen wir nicht nur erklären, sondern auch direkt in den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern kommen“, erklärt Projektmitarbeiter Steffen Wehkamp.

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Akzeptanzforschung kann Methoden entwickeln, zum Beispiel partizipative Ansätze, die komplexe Transformationsprozesse für die Betroffenen verständlich machen und einen Austausch bei eventuellen Zielkonflikten ermöglichen. So spielt die Akzeptanz der Nutzerinnen und Nutzer zum Beispiel beim Fortschritt der energetischen Sanierungen eine wichtige Rolle. Damit diese großflächig gelingen können, muss mit allen lokalen Akteuren kommuniziert werden, die einen Beitrag zur Umsetzung der Energie- und Klimaschutzziele im Gebäudebereich leisten können. Geschultes Personal, das hier kompetent beraten kann, ist an dieser Stelle unerlässlich. Denn dieses hilft dabei, die Zustimmung und Akzeptanz der Haus- und Wohnungseigentümer zu erlangen. Wenn an den richtigen Stellschrauben „gedreht wird“, kann nicht nur die Einstellung, sondern auch das Verhalten im Kontext energetischer Sanierungen positiv verändert werden. Wichtig ist hierbei die Wahrnehmung der Kosten, Risiken und Vorteile energetischer Sanierungsmaßnahmen.  Mit Konzepten und Methoden, die in Forschungsprojekten entwickelt werden, können diese Herausforderungen aktiv angegangen und Lösungen vor Ort gefunden werden.

Weitere relevante Forschungsprojekte

Im Drei-Prozent-Projekt entwickeln Forscher energieeffiziente Sanierungsfahrpläne für Stadtquartiere. Zu sehen sind Reihenhäuser.
© Uwe Milles, BINE Informationsdienst

Sanierungsfahrplan 2050
"Drei Prozent Projekt" macht kommunale Quartiere energieeffizienter

Bisher liegt die Sanierungsrate im Gebäudebestand in Deutschland bei rund einem Prozent. Wie lässt sich diese deutlich steigern?

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Ein Beispiel für sanierte Wohngebäude.
©Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Wohngebäudesanierung
Drei baugleiche Wohngebäude auf unterschiedliche Energiestandards saniert

In Hofheim am Taunus wurden drei baugleiche Zweifamilienhäuser saniert. Eines der Gebäude erreicht Neubaustandard nach EnEV 2004.

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In SmartQuart werden verschiedene Quartiere digital miteianander verknüpft.
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Reallabor der Energiewende
SmartQuart: Energiewende im Quartiersmaßstab

Ein Ziel des Projektes ist es, die Energieflüsse in den Quartieren intelligent zu optimieren.  Die lokale Energienutzung soll erhöht, gleichzeitig...

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Modell des Münchener Werksviertels, ein neues Quartier zum Leben, Wohnen und Arbeiten. Im Herzen des Quartiers befindet sich das geplante neue Münchener Konzerthaus.
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Betriebsoptimierung
Gebäude und Quartiere energieeffizient betreiben durch automatisierte Analyse von Betriebsdaten

Wie können gebäudetechnische Daten für eine kostengünstige Betriebsoptimierung von Gebäuden genutzt werden?

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Die historische Arbeitersiedlung Margarethenhöhe in Essen in einer Luftaufnahme von Südosten (2009).
© Wikipedia, Gemeinfrei

Innovationen im historischen Stadtquartier
Quartierskonzept ermöglicht Energieeffizienz im denkmalgeschützten Bestand

Die unter Denkmalschutz stehende Siedlung Margarethenhöhe in Essen ist ein historisches Wohnquartier. Viele Gebäude sind seit der Bauzeit nahezu...

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Siegerehrung der besten Ideen für einen internationalen Energieeffizienzwettbewerb.
© Dr. Günter Löhnert, sol.id.ar planungswerkstatt berlin

Wettbewerbs- und Projektbegleitung
Forschungsergebnisse erfolgreich in die Baupraxis übertragen

Ziel des Projektes ist der Transfer von Forschungserkenntnissen in die Baupraxis.

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Beispiel für Wissenschaftlerinnen in einer Diskussion.
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Trinationaler Erfahrungsaustausch
Kommunale Energieeffizienz-Projekte auf dem Prüfstand

Wie erfolgreich sind kommunale Energieeffizienz und Klimaschutz-Projekte wirklich?

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Symbolbild Straßennetz
© Hammer Real GmbH

Flexible Lasten und Elektromobilität
Gewerbeimmobilien: Mieterfreundlich Photovoltaik-Strom integrieren

Die Stromnachfrage in Städten ist hoch. Und sie wird mit der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen wachsen.

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Beispiel für ein Gebäude mit PCM-Wandelementen und PCM-Kühldecken.
© ZAE Bayern / Petra Hoeglmeier

Phase Change Materials in Gebäuden
Flexibel einsetzbar: PCM in Kühldecke und Wärmespeicher

Sie können kühlen, Wärme speichern und heizen: Phasenwechselmaterialien sind für viele Anwendungen in Gebäuden interessant. Allerdings gibt es bisher nur wenige Büros oder Wohngebäude, in denen sie zum Einsatz kommen. Forschende untersuchten die Ursachen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

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Drei Prozent Plus - eine abgeschlossene Sanierungsmaßnahme
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Drei Prozent Plus
Sanierungsfahrpläne für Kommunen im Praxistest

Forscherinnen und Forscher haben Sanierungsfahrpläne für kommunale Quartiere entwickelt. Mit diesen wollen sie im Projekt „Drei Prozent Plus – Umsetzung des energieeffizienten Sanierungsfahrplans für kommunale Quartiere“ vor Ort für mehr Klimaschutz sorgen.

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Ein Pärchen schaut bei der Renovierung einer Wohnung aufs Tablet
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EU-Sanierungsstrategie
Eine Renovierungswelle für Europa und Deutschland

Mit der „Renovation Wave“-Strategie will die EU-Kommission die Schlagzahl an energetischen Sanierungen in den nächsten zehn Jahren verdoppeln – und gleichzeitig die Wohnqualität verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen.

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Mit dem Energy Tool Kit haben Forschende der Technischen Universität Braunschweig jetzt ein Tool entwickelt, das den Stromverbrauch verschiedener Gebäudetypen eines Quartiers bewertet.

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Forschungsnetzwerk Energiewendebauen

Das Forschungsnetzwerk Energiewendebauen bringt Expert:innen aus Forschung und Wirtschaft zusammen und stärkt ihren Erfahrungsaustausch in transparenten, offenen Strukturen. Es sind unter anderem universitäre Forschungseinrichtungen, Planer, Architekten, Hersteller und Fachverbände im Forschungsnetzwerk vertreten. Werden Sie Teil des Forschungsnetzwerks!

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Forschungsförderung

Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms fördern die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie, für Bildung und Forschung sowie für Ernährung und Landwirtschaft Projekte, die zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung beitragen. Hier finden Sie weitere Informationen zur BMWi-Forschungsförderung im Bereich Gebäude und Quartiere.

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