12.04.2022 | Aktualisiert am: 04.05.2022

Erneuerbar und unabhängig von fossilen Energieimporten sollen Gebäude und Quartiere zukünftig mit Energie versorgt werden. Wie dies umgesetzt werden kann, diskutieren Forschende und Praktiker am 9. und 10. Juni in Wuppertal. Ein Highlight: Kongressteilnehmende können vor Ort 16 klimafreundliche Gebäude in Echtgröße besichtigen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat das Organisationsteam einen Kongress auf die Beine gestellt, der auch einen Blick in die Zukunft ermöglicht: Wie kann die Wärmewende in den Kommunen gelingen? Vor welchen Herausforderungen stehen Hersteller, Handwerker, Energieversorger und Wohnungswirtschaft? Wie kann die Effizienz von Heizungsanlagen in älteren Bestandgebäuden gesteigert werden? Messbar, sichtbar und erlebbar werden einige Ideen aus der Forschung an den Wettbewerbsgebäuden des internationalen, studentischen Zehnkampfs „Solar Decathlon Europe 21/22“. Dieser ist mit dem „3. Kongresses Energiewendebauen: Mit Innovationen gemeinsam die Energiewende WUPPen“ verknüpft und findet ebenfalls auf dem Solar Campus in Wuppertal statt.

Der Austausch zwischen Forschung und Praxis steht im Mittelpunkt des ersten Kongresstages. Dieser startet mit einem Grußwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Im Anschluss präsentieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, mit welchen Herausforderungen sie aktuell konfrontiert sind. Dazu zählt etwa die Umsetzung der Wärmewende in der kommunalen Energieversorgung. Der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Professor Uwe Schneidewind beschreibt, wie er als ehemaliger wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts nun seine Erkenntnisse aus der Forschung in der Praxis umsetzt. In Workshops diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen unter anderem, wie sie bei der Umsetzung der Energiewende die Bürgerinnen und Bürger vor Ort besser einbinden können. Die wissenschaftliche Begleitforschung präsentiert Erkenntnisse zu den Themen Gebäude, Quartiere, Digitalisierung, die als Impulse und Lösungsansätze für die Praxis dienen.

Von Solarhäusern und effizienten Heizungsanlagen

Am zweiten Veranstaltungstag geht der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Oliver Krischer in einer Keynote auf das politische Umfeld der angewandten Energieforschung in den Bereichen Gebäude, Quartiere und Wärme ein. Wie Kommunen integrativ zusammenarbeiten und ihre Kommunikationsmethoden verbessern können, ist Thema eines weiteren Vortrags. Zusätzlich präsentiert Professor Viktor Grinewitschus Ergebnisse aus dem Projekt BaltBest. Hier wurde gezeigt, wie die Effizienz von Heizungsaltanlagen im Bestand verbessert werden kann. Zum Abschluss findet eine Überleitung zum internationalen Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen und Leben in der Stadt „Solar Decathlon Europe 21/22“ statt. Hier haben 16 junge, interdisziplinäre Teams aus zehn Ländern die Aufgabe umgesetzt, Solarhäuser mit neutraler oder sogar positiver Energiebilanz zu planen, bauen und betreiben. Die Besichtigung des SDE 21/22 wird während und nach dem 3. EWB Kongress möglich sein.

Organisation und Teilnahme am 3. Kongress Energiewendebauen

Als eine Veranstaltung der Forschungsnetzwerke Energie wird der Kongress von der wissenschaftlichen Begleitforschung Energiewendebauen und dem Projektträger Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz organisiert. Programm und Anmeldemöglichkeit finden Interessierte auf den Seiten der Forschungsnetzwerke Energie . Die Teilnahme ist, mit Ausnahme der Abendveranstaltung, kostenfrei.

Kurz und knapp: Alle Informationen zum Kongress

3. Kongress Energiewendebauen „Mit Innovationen gemeinsam die Energiewende WUPPen“

  • Datum und Uhrzeit: 09. und 10. Juni 2022, ganztägig inklusive einer Abendveranstaltung am ersten Kongresstag.
  • Ort: Solar Campus in Wuppertal + online
  • Art der Veranstaltung: Hybrid
  • Mögliche Anzahl an Teilnehmenden: virtuell unbegrenzt, in Präsenz voraussichtlich bis zu 250 Personen, abhängig von den geltenden Corona-Hygiene-Maßnahmen.
  • Kosten: Die Teilnahme am Kongress ist kostenlos.
  • Programm und Anmeldung: Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung finden Sie hier.
  • Kontakt: Frau Michele Bube, michele.bube@hs-bochum.de; mobil: 0176 42785600

Kontakt

Organisation

Hochschule Bochum
Frau Michele Bube

0176 42785600

Das Informationssystem EnArgus bietet Angaben zur Forschungsförderung, so auch zu diesem Projekt.
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